Der Archipel der Azoren liegt im warmen Golfstrom des Atlantiks. Dies wirkt sich auf den Reichtum der dort vorkommenden Pflanzen aus. Aufgrund des feuchten Wetters und des gemäßigten Klimas gedeihen hier viele Pflanzenarten.
Die Hauptstadt der Azoren, Angra do Heroísmo auf Terceira, wurde 1983 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Sie wurde im 15. Jahrhundert gegründet und ist bekannt für ihre Festungen, die São Sebastia und die São João Baptista, sowie für mehrere Barockkirchen.
"Inzwischen ist das gesamte mittelatlantische Riff seit 2017 als transnationales Welterbe in der UNESCO-Biosphärenanmeldung aufgeführt, die gesamten Azoren eingeschlossen."
Die für Pico so charakteristischen Weinberge an der Küste wurden ebenfalls recht schnell zum Weltkulturerbe erklärt (2004). Der Weinbau auf Pico begann auch bereits im 15. Jahrhundert. Um die Reben vor den Witterungseinflüssen zu schützen, insbesondere vor der so genannten Meeresgischt, einem sehr feinen, salzigen Seewassernebel, der sich bei Wind tief an der Küste auf den Trauben absetzen kann, haben die Winzer von Anfang an ein Netz von Basaltmauern errichtet. Diese finden sich vor allem im Westen bis Nordwesten und Südwesten von Pico, wo sich der Weinbau konzentriert hat.
Die Weinproduktion auf Pico erreichte im 19. Jahrhundert ihren Höhepunkt und ging dann infolge von Krankheitsausbrüchen zurück. Im 21. Jahrhundert erholte sich die Produktion in kleinerem Umfang, vor allem an den westlichen Hängen. Die Pflege und Ernte auf diesen Feldern ist und bleibt Handarbeit.
Zwischen diesen markanten, ummauerten Feldern verlaufen die so genannten Canadas, ungepflasterte, etwa 1-2 Meter breite Wege, die angelegt wurden, um das Einsammeln von Trauben und anderen Früchten von den Feldern zu erleichtern. Sofern sie gut miteinander verbunden sind, werden diese Canadas auch von Einheimischen und Touristen für Freizeitspaziergänge genutzt.
Inzwischen ist das gesamte mittelatlantische Riff seit 2017 als transnationales Welterbe in der UNESCO-Biosphärenanmeldung aufgeführt, die gesamten Azoren eingeschlossen. Dazu gehören die Berge Pico (Pico), Capelinhos (Faial) und Algar do Carvão (Terceira) sowie Unterwasserberge und hydrothermale Tiefseefelder im umgebenden Ozean, ein wichtiger Lebensraum für besondere Meeresbewohner. Da der größte Teil des Gebirgskamms unter (tiefem) Wasser liegt, wurde erst in den 1960er Jahren mit seiner systematischen Kartierung begonnen.




